10 Tipps für professionelle Praxisfotos

In Seminaren und persönlichen Gesprächen mit Tierheilpraktikern weise ich immer wieder auf die Wichtigkeit hin, eine Marke zu sein bzw. zu werden. Doch was bedeutet das eigentlich? Damit ist gemeint, sich von anderen (Tierheilpraxen) deutlich zu unterscheiden bzw. sich zu positionieren: dies sind etwa Spezialisierungen und die sich daraus ableitenden Leistungen. Dazu gehören auch außergewöhnliche Services und natürlich Ihre Person, denn Sie selbst sind absolut einzigartig. Dies alles, gilt es immer wieder deutlich und stringent herauszustellen – auch Ihre Persönlichkeit als Tierheilpraktiker. Denn Menschen nehmen von Menschen Dienstleistungen in Anspruch und zwar meist nicht zufällig. Deshalb ist es wichtig, jederzeit einen guten und professionellen Eindruck zu machen und Ihren Kunden jederzeit zu vermitteln, dass genau Sie der oder die Richtige für das erkrankte Tier sind. Dies geschieht unter anderem mithilfe von Fotos.

Ich bin immer wieder erschrocken, was ich auf Websites von Tierheilpraxen sehe. Dazu gehören auch „Knipsbilder“ wie ich sie nenne: schlecht ausgeleuchtet, unscharf, unglückliche Perspektive oder Körperhaltung und im schlimmsten Fall sogar Privatfotos, von denen möglichst noch etwas abgeschnitten wurde. Dies ist ein absolutes No-Go, weshalb ich für Sie 10 Tipps für professionelle Praxisfotos zusammengestellt habe:

  1. Suchen Sie sich zunächst einen professionellen und kreativen Fotografen, der auf People-Aufnahmen spezialisiert ist. Von ihm sollten Sie für das Fotoshooting, die räumlich, zeitlich und sachlich uneingeschränkten Bildnutzungsrechte miterwerben.
  2. Lassen Sie spätestens alle drei Jahre neue Fotoaufnahmen von sich machen. Nicht mehr zeitgemäße Bilder müssen weg!
  3. Lassen Sie keine Aufnahmen im Studio machen. Wählen Sie stattdessen einen Ort, der etwas mit Ihrer Tätigkeit zu tun hat, also idealerweise Ihre professionell gestalteten Praxisräume. Haben Sie eine mobile Tierheilpraxis, dann wählen Sie zum Beispiel einen Ort in der Natur. Der Monat Mai eignet sich – wie ich finde – am besten für Outdoor-Aufnahmen, da das Grün dann besonders frisch und kräftig ist.
  4. Tragen Sie für das Fotoshooting saubere und ordentliche Praxiskleidung mit idealerweise gut erkennbarem und professionellem Logo. Sollten Sie Mitglied des Ältesten Verbands der Tierheilpraktiker Deutschlands, seit 1931 e.V. sein, dann können Sie sich freuen, denn dieser beteiligt sich an den Anschaffungskosten der Praxiskleidung, sofern dort zusätzlich das Verbandslogo aufgebracht wird.
  5. Lassen Sie sich in Ihrem Tätigkeitsfeld bei Arbeitssituationen (mit und ohne Tier) fotografieren, das trägt unter anderem zur Lebendigkeit von Aufnahmen bei. Seit einigen Jahren sind auch Fotos in Berufskleidung und bei der Arbeit am tierischen Patienten möglich. Sind Tiere mit auf den Fotos, dann sollte es sich immer um Tierarten handeln, die Sie in Ihrer Praxis behandeln. Sind diese Tiere (sehr) klein, dann „robben“ Sie bitte während der Aufnahmen nicht auf dem Boden herum, sondern nehmen Sie das Tier in die Hand oder auf den Arm.
  6. Auch können Sie sich zusammen mit Kunden darstellen lassen. Dann sollten Sie sich allerdings von diesen Personen schriftlich (!) geben lassen, dass sie – grob gesagt – der Nutzung derartiger Fotos durch Sie uneingeschränkt zustimmen bzw. alle Rechte an Sie abtreten.
  7. Achten Sie zudem darauf, dass keine widersprüchlichen Situationen fotografiert werden. Also zum Beispiel, dass Sie im Gespräch mit einem Patientenbesitzer sind, aber gleichzeitig in die Kamera lächeln, statt ihn anzusehen. So etwas wäre nicht authentisch.
  8. Zudem sollten Ihre (Kopf-)Haare gepflegt und Ihrem Typ entsprechend frisiert sein. Sollten Sie männlich sein, dann kommen zudem nur eine Glattrasur oder aber ein gepflegter Bart in Frage.
  9. Sollten Sie weiblich sein, dann wählen Sie ein eher natürliches Make-up, das Ihre Vorzüge betont. Zu viel des Ganzen oder aber extreme Farben passen nicht zu einer naturheilkundlichen Tätigkeit. Sofern Sie sonst niemals Make-up tragen, dann bringen Sie bitte lediglich Hautunreinheiten zum Verschwinden und pudern Sie glänzende Hautstellen ab.
  10. Auch Ihre Hände sollten gepflegt sein. Aus hygienischen Gründen ist es in einer Tierheilpraxis sowieso erforderlich, Fingernägel kurz zu halten. Diese sollten die Fingerkuppen nicht überragen. Nehmen Sie als Frau bitte unbedingt von auffallenden, womöglich abblätternden Nagellacken Abstand. French Manicure hingegen wirkt dezent und gepflegt.

Kurz über mich als Autorin

Ich bin Sabine Nawotka – Diplom-Ökonomin mit Schwerpunkt Marketing und Social-Media-Managerin IHK. Ich arbeite als verbandsüberprüfte Tierheilpraktikerin mobil in und um Münster. Außerdem gebe ich Seminare und Kurse für (angehende) Tierheilpraktiker. Die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin war mir so wichtig, dass ich währenddessen sogar ein attraktives Jobangebot in London abgelehnt habe. Ich lebe und arbeite seit 1997 in Münster. Seit der Gründung meiner Tierheilpraxis im Jahr 2002 habe ich den festen Wunsch, nicht nur Hund, Katze oder Pferd naturheilkundlich zu behandeln und artgerecht zu ernähren, sondern außerdem Tierheilpraktiker noch professioneller zu machen.

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