Update Don’ts bei der Behandlung von Hund, Katze, Pferd

Viele, viele Male wurde in der Vergangenheit mein Beitrag „Blutegel, Blüten-Essenzen, Homöopathie & Co. – rechtliche Probleme bei der Behandlung erkennen und vermeiden“ (tierisch geheilt, 2/2013) heruntergeladen. Dies ist seit heute nicht mehr möglich, denn es hat sich zwischenzeitlich Einiges geändert und der Beitrag war schlichtweg streckenweise veraltet.

Für reichlich Diskussion sorgte vor allem immer wieder der Abschnitt zur Homöopathie. Fakt ist nach wie vor: Lebensmittel liefernde Tiere (LLT) – wozu unter Umständen auch das Pferd gehört – dürfen von einem Tierheilpraktiker nur mit nicht verschreibungspflichtigen Ad us. vet.-Arzneimitteln behandelt werden, die für die jeweilige Tierart zugelassen bzw. registriert sind. Sollen diese beim LLT injiziert werden, dann ist dies einem Tierheilpraktiker nur subkutan erlaubt. Bei nicht Lebensmittel liefernden Tieren darf eine Injektion zusätzlich intravenös und intramuskulär erfolgen.

Übrigens gibt es auch bei medizinischen Blutegeln einiges zu beachten. Sie sind Fertigarzneimittel für den Humanbereich und dürfen daher nicht von einem Tierheilpraktiker bei einem LLT angewendet werden. Darüber hinaus sind Tierheilpraktikern – anders als den Kollegen aus dem Humanbereich – Eigenblutbehandlungen (unter anderem unter Zugabe eines (homöopathischen) Arzneimittels) untersagt. Bach-Blüten(-Fertigmischungen) sind hingegen als Ergänzungsfuttermittel eingestuft und können daher in der Tierheilpraxis hilfreich sein.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei Lebensmittel liefernden Tieren (LLT) dürfen nur diejenigen nicht verschreibungspflichtigen Ad us. vet.-Arzneimittel von einem Tierheilpraktiker verabreicht werden, die für die jeweilige Tierart zugelassen bzw. registriert sind.
  • Injektionen dürfen bei einem LLT nur subkutan durch einen Tierheilpraktiker erfolgen.
  • Bei nicht Lebensmittel liefernden Tieren wie Hund und Katze, kann ein Tierheilpraktiker zusätzlich intravenöse und intramuskuläre Injektionen durchführen.
  • Ein Tierheilpraktiker darf Blutegel, die in Deutschland als Fertigarzneimittel für den Humanbereich gelten, nicht beim LLT einsetzen.
  • Eigenblutbehandlungen (unter anderem unter Zugabe eines (homöopathischen) Arzneimittels) sind einem Tierheilpraktiker untersagt.

Kurz über mich als Autorin

Ich bin Sabine Nawotka – Diplom-Ökonomin mit Schwerpunkt Marketing und Social-Media-Managerin IHK. Ich arbeite als verbandsüberprüfte Tierheilpraktikerin mobil in und um Münster. Außerdem gebe ich Seminare und Kurse für (angehende) Tierheilpraktiker. Die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin war mir so wichtig, dass ich währenddessen sogar ein attraktives Jobangebot in London abgelehnt habe. Ich lebe und arbeite seit 1997 in Münster. Seit der Gründung meiner Tierheilpraxis im Jahr 2002 habe ich den festen Wunsch, nicht nur Hund, Katze oder Pferd naturheilkundlich zu behandeln und artgerecht zu ernähren, sondern außerdem Tierheilpraktiker noch professioneller zu machen.

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